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Januar 2014

„Verlässliche Partner und kritische Mahner sein“

Kirchen und Diakonie wünschen Landesregierung Glück und Segen


Die evangelischen Kirchen und die Diakonie in Hessen haben der Hessischen Landesregierung zum Beginn der neuen Legislaturperiode am Samstag viel Glück und Gottes Segen für die künftige Arbeit gewünscht. Sie begrüßten den Koalitionsvertrag, in dem der Beitrag von Kirche und Diakonie zur Mitgestaltung der Gesellschaft ausdrücklich gewürdigt werde. Für die neue Regierungskoalition wollten sie entsprechend dem Vertragstext „verlässliche Partner und kritische Mahner“ sein.

Ein Land, in dem die Menschen gerne leben
„Wir wollen daran mitwirken, dass Menschen in ihrer Vielfalt gerne in Hessen leben. Ein respektvolles, tolerantes und friedliches Miteinander, das Streben nach sozialer Gerechtigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit der Schöpfung liegen uns dabei besonders am Herzen“, schreibt der
Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, in seinem Glückwunsch an Ministerpräsident Volker Bouffier. Dazu werde die evangelische Kirche „durch Gespräche und Beratungen, aber vor allem durch die Arbeit in unseren Gemeinden und Einrichtungen beitragen“, so Jung weiter.

Glückliche Menschen sind bessere Politiker
Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein,
wünschte der neuen Regierung für die bevorstehenden Aufgaben viel Glück. In
seiner Predigt im ökumenischen Gottesdienst in der Wiesbadener Marktkirche
anlässlich der ersten Sitzung des 19. Hessischen Landtags fragte Bischof Hein in Anlehnung an die biblische Jahreslosung 2014: „Wie ist das mit dem Glück in der Politik?“ Das Gefühl, ein glücklicher Mensch zu sein, lasse die notwendige politische Auseinandersetzung anders angehen und anders erleben. „Glückliche Menschen sind bessere Politikerinnen oder Politiker“, so Hein. Der Glaube an Gottes Nähe gebe dem Leben eine Grundfestigkeit, die sich in der Politik auszahlen könne. Er mache frei von Ängsten und falschem Leistungsdruck.

Hein lud die Abgeordneten in seiner Predigt ein, „ihr oft schweres Amt in dem Bewusstsein zu führen, dass Gott die Quelle allen Glücks ist.“ Er versicherte ihnen: „Seien Sie gewiss: Vor aller Kritik, die bisweilen von kirchlicher Seite kommt, steht das Gebet für Sie und die Aufgaben, die vor Ihnen liegen. Darum ist es nur folgerichtig und angemessen, Ihnen für die kommende Zeit zu wünschen, was Gott uns schenkt und was unser Leben in der Nähe Gottes prägt: Viel Glück!“

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Wolfgang Gern, wünschte der
neuen Regierung in einem Schreiben „eine glückliche Hand und
Gestaltungsfreude mit dem Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hessen zu stärken“. Gern begrüßte das im Koalitionsvertrag enthaltene „klare Bekenntnis zur inklusiven Gesellschaft, in der der Staat dort unterstützend eingreift, wo Menschen Hilfe brauchen.“ Kirche und Diakonie würden die Regierung „im Bemühen um einen leistungsfähigen Sozialstaat, der über gerechte Steuern finanziert wird, im Sinne des Subsidiaritätsprinzips
unterstützen“, versprach Gern.

verantwortlich: Kathleen Niepmann (Diakonie), Volker Rahn (EKHN), Petra
Schwermann (EKKW)


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