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Dezember 2013

„Unschätzbarer Wert für Gesellschaft“: Kirchliche Lebensberatung feiert Jubiläum


Bild v.l.n.r: Landeskirchenrat Horst Rühl, Pfarrer Uwe Seibel, Pfr. i.R., Peter Otto, Hans Barbknecht und Professor Harald Ansen.
 

Bild v.l.n.r: Landeskirchenrat Horst Rühl, Pfarrer Uwe Seibel, Pfr. i.R., Peter Otto, Hans Barbknecht und Professor Harald Ansen.

„In einer Gesellschaft, die ihre ärmsten Mitglieder nur zu leicht aus den Augen verliert, begegnen Sie Menschen in den unterschiedlichsten schweren Lebenssituationen. Sie begleiten, beraten Menschen und lindern Not“, sagte Horst Rühl, Theologischer Vorstand der Diakonie Hessen, anlässlich der 50. Tagung  der Referentinnen und Referenten der Kirchlichen Allgemeinen Sozial- und Lebensberatung (KASL) heute in der Geschäftsstelle der Diakonie Hessen in Kassel.

Die Beratungsarbeit sei für die Gesellschaft von unschätzbarem Wert, das Angebot der Beratung gelte allen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder Religion. „Es ist deutlich zu beobachten, dass die Probleme vielschichtiger und komplizierter werden, Armut und Benachteiligung nehmen in unserem reichen Land weiter zu, das ist der Skandal.“  
Rühl betonte in seiner Funktion als Dezernent für Diakonie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, dass die Finanzierung dieser Beratungsarbeit ausschließlich aus Kirchensteuermitteln erfolge. Die Anwesenden bestärkte er in ihrem Engagement: „Sie handeln anwaltschaftlich für Menschen, unsere Aufgabe ist es als Kirche und Diakonie, Anwalt Ihrer Arbeit zu sein.“

Im Mittelpunkt stand am Vormittag der Vortrag von Professor Harald Ansen, Professor für Soziale Arbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, zum Thema „Soziale Beratung – ein unverzichtbarer Beitrag zum Gelingen des Sozialstaats". „Vielen Menschen gelingt es nicht, die bürokratischen und institutionellen Barrieren auf dem Weg zu Sozialleistungen aus eigener Kraft zu überwinden. Schuld daran sind die teilweise sehr unübersichtlichen Antragsverfahren. Im Rahmen der Sozialen Beratung werden Menschen nicht nur über Leistungen des Systems der sozialen Sicherung informiert, sie werden auch zur Inanspruchnahme motiviert und sachkundig unterstützt und begleitet“, so Ansen. Im Anschluss fanden ein Austausch über den Vortrag und ein Gespräch mit den Verantwortlichen statt, die vor über dreizehn Jahren diesen Arbeitsbereich aufgebaut haben: Hans Barbknecht, Pfr. i.R., Peter Otto und Thomas Klämt-Bender.

Stichwort: Kirchliche Allgemeine Sozial- und Lebensberatung

Menschen, die in Not sind, können bei den Beratungsstellen der Kirchlichen Allgemeinen Sozial- und Lebensberatung im Auftrag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck um Rat und Hilfe fragen. An über 20 Standorten in den regionalen Diakonischen Werken in Kurhessen-Waldeck erhalten Menschen jeden Alters und unabhängig von Religion oder Herkunft kostenlose Beratung. Es handelt sich um ein flächendeckendes diakonisches Grundversorgungsangebot, von Bad Karlshafen bis Bergen-Enkheim, und gehört zu jedem regionalen Diakonischen Werk. Die Mitarbeitenden unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht und beraten unabhängig von Ämtern und Behörden.
Die finanziellen Mittel kommen allein aus Kirchensteuermitteln der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.


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