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November 2013

Charta der Vielfalt

Die Liga hat im Beisein von Integrationsminister Hahn in Wiesbaden die Charta der Vielfalt unterzeichnet.


Jörg-Uwe Hahn (von links, stehend) Petra Kerz-Goertz, Hildegund Niebch, Dr. Sange Addi-son-Agye und  Dr. Wolfgang Gern und Dr. Jürgen G. Richter (sitzend, von links).
 

Jörg-Uwe Hahn (von links, stehend) Petra Kerz-Goertz, Hildegund Niebch, Dr. Sange Addi-son-Agye und Dr. Wolfgang Gern und Dr. Jürgen G. Richter (sitzend, von links).

In einer Feierstunde im Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa haben Vertreter der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen im Beisein von Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn und Staatssekretär Dr. Rudolf Kriszeleit die Charta der Vielfalt unterzeichnet. „Weil wir die Grundüberzeugung der Charta teilen, dass gelebte Vielfalt und die Wertschätzung dieser Vielfalt eine positive Auswirkung auf die Gesellschaft in Deutschland haben, hat sich die Liga entschieden, die Charta zu unterzeichnen“, so die beiden Liga-Vertreter, Dr. Jürgen Richter, Vorstandsvorsitzender der Liga Hessen und Vorsitzender des Landesausschusses der Jüdischen Gemeinden in Hessen und Dr. Wolfgang Gern, stellvertretender Vorsitzender der Liga Hessen und Vorstandvorsitzender der Diakonie Hessen.

Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn sagte: „Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege bekennt sich durch den Beitritt zur Charta der Vielfalt zu dem Ziel, eine Atmosphäre zu schaffen und zu erhalten, die von Fairness und Wertschätzung geprägt ist. Viel-falt als Potential für Innovation, und Kreativität und als Bereicherung zu empfinden, ist sicherlich bereits gelebter und selbstverständlicher Alltag in den verbandszuge-hörigen Diensten und Unternehmen. Durch die feierliche Unterzeichnung der Char-ta wird aber noch einmal bekräftigt: Allen Menschen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität soll Wertschätzung und Anerkennung entgegen gebracht werden.“

Die soziale Arbeit der Wohlfahrtsverbände ist geprägt von der Idee der sozialen Gerechtigkeit, die sich aus dem Sozialstaatsgebot der Verfassung ergibt. Dabei spielt Vielfalt - oder Diversity - in den Aufgabenfeldern der Verbände eine entschei-dende Rolle“, so Gern. „Wer Vielfalt will, darf über Ausgrenzungsmechanismen und Machtgefälle nicht schweigen. Wer Inklusion fördern will, muss auch Exklusion und Benachteiligungen benennen und sich politisch dafür einsetzen, dass Hürden und Hindernisse aus dem Weg geräumt werden“, sagte Gern weiter.
„Die Liga unterzeichnet die Charta mit der Zuversicht, dass die Mitarbeit von Nicht-Regierungsorganisationen an diesem Charta-Prozess dazu führt, dass Fragen von Gerechtigkeit und Machtgefälle, von Ungleichheit und Rassismus zukünftig stärker thematisiert werden“, sagte Richter. Die Liga wird sich für das Ziel einsetzen, dass Vielfalt positiv und als gesellschaftliche Bereicherung wahrgenommen wird.

Stichwort: Charta der Vielfalt
Die Charta der Vielfalt ist eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt. Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, befürwortet und unterstützt die Initiative. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist Schirmherrin.
Die Initiative will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranbringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitar-beiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Mittlerweile haben auch zahlreiche Bundesländer und Kommunen, Vereine, Verbände und Stiftungen die Charta unterzeichnet.

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V. ist der Zusammenschluss der sechs hessischen Wohlfahrtsverbände. Sie vertritt die Interessen der hilfebedürftigen und benachteiligten Menschen gegenüber der Politik ebenso, wie die Interessen ihrer Mitglieds-verbände. Mit ca. 5000 Einrichtungen und Diensten sind die Mitgliedsverbände ein bedeu-tender Faktor für die Menschen, für eine soziale Infrastruktur und für die Wirtschaft in Hes-sen. Nah an den Menschen und ihren Bedürfnissen wissen 150.000 hauptamtlichen und 52.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeinrichtungen, Behinderteneinrich-tungen, Werkstätten, Tagesstätten, Bildungsstätten, Beratungsstellen, in den Frühförder-stellen, ambulanten Diensten und anderen Einrichtungen um die sozialen Belange und die realen Rahmenbedingungen in Hessen. Diese Kenntnisse bringt die Liga in die politischen Gespräche auf Landesebene und mit Verhandlungspartnern und Kostenträgern ein.


Dateien:
2013-11-05 Liga PM Charta der Vielfalt 2013-10-31end301 K
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