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Jugendmigrationsdienste

„Jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, sollen im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern“(SGB VIII §13).

Jugendsozialarbeit ist Teil der Jugendhilfe und ein klassisches Aufgabengebiet der Diakonie. Eine bedarfsgerechte Ausgestaltung der Jugendsozialarbeit sind die spezialisierten Fachdienste in den zwölf Jugendmigrationsdiensten (JMD).

Jugendmigrationsdienste

Sie sind zuständig für junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren mit dauerhaftem Aufenthalt in Deutschland. Ist es schon für einheimische Jugendliche nicht immer einfach, den Übergang ins Erwachsenenleben konfliktfrei zu gestalten, so ist es für junge Menschen einer anderen Kultur oft ungleich schwerer. Unzählige Herausforderungen müssen bewältigt werden: Ein fremdes Land, eine fremde Sprache, ein unbekanntes Schulsystem, nicht bekannte berufliche Möglichkeiten, das soziale Umfeld, Werte und Normen, Unterstützungssysteme, Freizeitangebote etc.

Überblick der Jugendmigrationsdienste in Hessen und Nassau

Ansprechpartner für Jugendmigrationsdienste im Diakonischen Werk in Hessen und Nassau finden Sie hier.

Rechtsgrundlage

Rechtsgrundlage für die Arbeit der JMD ist das SGB VIII mit den Regelungen in den §§1, 5, 9 und 13. Umgesetzt werden die gesetzlichen Vorgaben durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit Hilfe des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) unter der Zweckbestimmung „Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund“. Ziel dieser Förderung ist es, ethnische Nachteile auszugleichen und Chancengleichheit mit einheimischen jungen Menschen herzustellen.(Grundsätze zur Durchführung und Weiterentwicklung des Programms 18 im Kinder- und Jugendplan des Bundes KJP Stand 1.1.2008).

Leistungen der JMD

Auch wenn viele der jungen Menschen mit Migrationshintergrund keine umfassende Begleitung benötigen, um sich in Deutschland zu Recht zu finden und einzuleben, so ist es dennoch notwendig, frühzeitig präventiv tätig zu werden, um mehrfach belastende Situationen zu vermeiden und die Integrationschancen zu optimieren. Aber auch bei Problemlagen, die sich bereits verschärft haben, sind die Fachkräfte der 12 JMD die richtigen Ansprechpartner. Ausgehend von den im SGB VIII orientierten Grundsätzen und unter Berücksichtigung der migrationsspezifischen Bedarfslagen bieten die JMD folgende Leistungen:

  • Persönliche Beratung der jungen Menschen mit Migrationshintergrund zu Fragen rund um Sprache, Schule, Ausbildung/Beruf, Ämter, soziale Kontakte, Freizeit (auch nach dem Handlungskonzept Case Management) vor, während und nach den Integrationskursen.
  • Persönliche Beratung der jungen Menschen, die aufgrund integrationsbedingten Bedarfs oder Krisensituationen einer besonderen Förderung bedürfen.
  • Durchführung von offenen Gruppenangeboten für junge Menschen mit Migrationshintergrund und deren Eltern sowie für einheimische junge Menschen.
  • Vermittlung in weiterführende Angebote.
  • Initiierung von anderweitig geförderten Integrationsangeboten.

Weitere Informationen

Die Beratung in den Jugendmigrationsdiensten ist freiwillig und kostenfrei. Die Fachkräfte in den JMD sind in der Regel in der Einzelfallbegleitung qualifiziert (Case Management, Interkulturelle Öffnung). Die fachliche Begleitung zeichnet sich aus durch Fachkenntnisse in jugendspezifischen Methoden, offene, kultursensible Angebote, sozialräumlich orientierte Konzepte, ein breites und tragfähiges Netzwerk, Kenntnisse der Förderstrukturen und örtlichen und regionalen Angebote sowie interkulturelle Kompetenz.

Neben der Beratung bieten die JMD auch unterschiedliche Gruppenangebote. Seine Fachkräfte sind bereit, nach Bedarf auch nach Hause zu kommen oder zu Behörden und Ämtern zu begleiten. Die Mitarbeitenden in den JMD unterliegen der Schweigepflicht.

Kontakt

Referat Jugendmigrationsdienst
Inge Müller
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau e.V.
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Telefon: 069 7947-474
Telefax: 069 7947-99474
inge.mueller@dwhn.de

 

 

 

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